22.01.2010 – 24.01.2010
Künstlerhaus Nürnberg im Festsaal Veranstalter: Tafelhalle in Koproduktion mit CURTIS&CO. – dance affairs www.kunstkulturquartier.de
CHOREOGRAPHIE ::: Susanna Curtis / TANZ ::: Susanna Curtis, Stefan Drücke / SZENISCHE EINRICHTUNG ::: Sonja Hilpert / KOSTÜME ::: Johanna Deffner / LICHT ::: Neil Greig
Wie spielt man den Othello überhaupt? Diese Frage stellen sich die zwei Protagonisten in Susanna Curtis` neuestem Tanztheater. Sie finden sich auf einem neutralem Spielfeld, wo Mann auf Frau, Deutscher auf Britin, Schauspieler auf Tänzerin trifft und versuchen gemeinsam (oder doch gegeneinander?), einen Zugang zu dem wohl bekanntesten Eifersuchtsdrama aller Zeiten zu finden. Schnell finden sie sich jedoch selbst in den Fängen der Eifersucht wieder, und so wird um die Gunst der Regisseurin und um das Herz der Zuschauer gewetteifert.
Die Emotionen schaukeln sich bis ins Unendliche. Werden die Protagonisten sich dem Sog der Tragödie letztendlich doch noch entziehen können oder nimmt es mit ihnen ein ebenso grausames Ende wie in der Vorlage Shakespeares?
Die gebürtige Londonerin Susanna Curtis arbeitet seit 1988 als Choreographin und Tänzerin in Deutschland. In ihren Arbeiten versteht sie es, Charakterdarstellung mit Tanzchoreografie und Stimme mit Bewegung zusammenzuführen, oft mit leicht komödiantischem Touch. Ein Rezept das aufgeht – wie sie zusammen mit dem Schauspieler Stefan Drücke unter Beweis stellt.
Premiere: 22. Januar 2010
weitere Vorstellungen: 23./24. Januar 2010 im Festsaal des Künstlerhauses
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Die Sagen um König Artus und das Geschehen auf Burg Camelot faszinieren seit dem 7. Jahrhundert. Zitate aus Theater, Film, Literatur und Musik – von der Tragödie bis zur Komödie, von der Oper bis zum Musical, von Gedichten bis hin zum Trivialroman.
In Clinic Camelot werden die einst heldenhaften Tafelritter Art, Lance, Mort und Gwin von Merle, der Leiterin der Clinic Camelot, aus ihrem tristen Alltag gerissen. Wie eine Art mystischer Guru lotst sie die traurige Meute, die einst als Weltenretter angetreten war, in ihr Therapiezentrum, um sie wieder für ihre Schicksalsrolle fit zu machen. Ihr Ansatz lautet: Finde den Gral in Dir! Die fünf Protagonisten suchen die Helden von damals aber auch ihre Entsprechungen in der heutigen Zeit.
„Markus Just (als Lance) hat einige tänzerisch und akrobatisch fulminante Auftritte. Und der König gibt dann doch noch ein kongeniales Solo als Elvis zum Besten.“
Nürnberger Nachrichten, 22.12.08
Ein Dilemma konfrontiert oft den Kunstschaffenden: modische Trends nachzugehen, um “in” zu sein oder sich selbst treu zu bleiben.
Eine schlichte Bewegungssequenz dient als Basis für diesen Tanzabend – von den erfahrenen Choreographin und Tänzerin ausgedacht. Sie bietet eine Vielfalt an Interpretationsmöglichkeiten, bis hin zur Ausführung von Jugendlichen, die noch nie getanzt und zum ersten Mal auf einer Bühne stehen.
Am Schluss muss man selbst entscheiden, welche Komponenten zu einem gelungenen Tanzabend gehören – eine sehr individuelle Entscheidung. Und während die Künstler sich so mit dem Thema beschäftigen, entsteht ein Arbeitsstück, eine “StückArbeit”.
“Susanna Curtis bleibt ihrem trockenen britischen Humor treu und führt sich selbstironisch, unterstützt von einer bestens aufgelegten Tina Essl, als Zuchtmeisterin vor (…) die “Stückarbeit” (..) hat Witz und Biss”.
Nürnberger Nachrichten, 10.12.07
Ein Tanzstück für 3 Tänzerinnen und 97 Gartenzwerge
Dancing with Dwarves – eine Freilichtaufführung im Hinterhofgarten der Kunsthalle, Nürnberg. Es könnte keine bessere Kulisse für ein Tanzstück geben, das sich damit beschäftigt, wie drei Tänzerinnen mit ausländischer Herkunft, sich im “deutschen Garten” ihre neue Heimat gestalten, sich mit den Gartenzwergen als “unerschütterliches Symbol für alles Deutsche” auseinandersetzen. Die erste Schwierigkeit beginnt bereits damit, einen Platz für sich selbst “freizuschaufeln”. Mit der Zeit lernen sie jedoch, mit den kleinen Gartenbewohnern umzugehen, mit und unter ihnen zu leben, mit ihnen zu streiten, sie zu hassen und zu lieben…..
“…köstlich aberwitzigen Tanzszenen, die in einem Schuhplattler und einer bayerischen Polka gipfeln – und die Zwerge pfeifen …”
Nürnberger Nachrichten, 22.07.06
Die phantastische Bilderwelt des Hieronymus Bosch inspirierte Susanna Curtis zum Tanzstück, Hieronymi. Wie aus den Gemälden des niederländischen Meisters erscheinen die Fabelwesen und Spukgestalten auf der Tanzbühne. Sie treffen aufeinander, versuchen eine Ordnung aufzustellen und scheitern. Wie eine Gruppe Heimatloser werden diese verlorenen Seelen zusammengespült und trennen sich mit der Erkenntnis, dass jede Figur für sich und ihr Schicksal selbst verantwortlich ist.
“Clownesk gefasst in schön absurde Renaissance Tanzstudien fühlt man sich an Greenaway-Filme erinnert. (… ) Spätestens im Himmel herrschen Frieden und Eintracht. Das Finale ist umwerfend,der begeisterte Applaus hochverdient.”
Nürnberger Nachrichten, 12.12.05
Hieronymi2
Hieronymi1
Hieronymi3
Hieronymi4
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Susanna Curtis verkörpert die leicht verrückte Single-Frau, Linda, die Zeitungsfetischistin mit einer Liebesbeziehung zu ihrem Kühlschrank. Fast kabarettistisch ihr Alter-Ego, Milly, ein Fernsehstar mit eigener Show. Susanna Curtis tanzt ihren Weg durch eine skurrile Szenerie und erlebt all die Abstürze einer alleinstehenden Frau mit ihrer Sehnsucht nach Liebe, Freunden und Anerkennung. Tragik vermischt sich mit Komik.
Aus der Asche 1
Aus der Asche 2
Aus der Asche 3
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Verzierungen und andere wichtige Dinge des täglichen Bedarfs
Über eine skurrile Entdeckungsreise durch die Welt des Barocktanzes mit ihrer strengen Kodifizierung, ihrer Betonung auf Symmetrie und ihrem Faible für Dekoration kommentieren die zwei Darstellerinnen auf individuelle Art Themen wie Schönheit, Erotik, Selbstinszenierung und Maskerade. Barock wird modern, alt wird neu, aber die Faszination für solche Themen wird uns nie verlassen. Mir einer guten Prise Humor und etwas Ironie tritt Chichi…..chic! den Beweis an, dass die Verzierung mindestens so unverzichtbar ist wie „das Eigentliche an sich“:
„Und die tollste Nummer gelingt den beiden, als sie sich wie aufgezogene Puppen durchs heftig gestörte Musikprogramm zappen.“
Nürnberger Nachrichten, 30.01.04
Chichi1
Chichi2
Chichi3
Chichi4
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